
Patient,47 Jahre,sitzende Tätigkeit klagt seit 3 Monaten über Schmerzen in der unteren Lendenwirbelsäule mit Ausstrahlung ins rechte Bein,besonders nachts.Schulmedizinisch wurde alles abgeklärt (Röntgen,Kernspintomographie).Dabei wurde eine leichte Protrusion(Bandscheibenvorwölbung) auf Höhe von L4-L5 festgestellt.Als Therapien wurden bis jetzt Spritzen,Akupunktur,Krankengymnastik sowie Fango gemacht,ohne Erfolg.
Osteophatische Untersuchung
Bei der Untersuchung fällt auf das dass Becken zur Wirbelsäule verdreht ist. Grund dafür in diesen Fall ist der erhöhe Druck im Bauchbereich.Der Anfang des Dickdarms (Cäcum) welcher von einen Gewebsnetz umhüllt ist zeigt eine verringerte Mobilität auf (d.h.dasGewebsnetz welches sich an den unteren zwei Lendenwirbeln und dem rechten Kreuzbein befestigt bewirkt durch diese Fixation Scherkräfte und assymetrische Züge auf die Wirbelsäüle) Weiterhin findet man auf Höhe des Zwerchfellansatzes (Brustwirbel 12-Lendenwirbel 1) und den Rippen im linken Thorax Blockaden.
Therapie und Verlauf
In der ersten Behandlung wurde die Fixierung im Dickdarmbereich sowie die Blockierung im Zwerchfellbereich gelöst und somit eine verbesserte Hämodynamik (Durchblutung)der Wirbelsäule erreicht.Desweiteren wurde mit dem Patient besprochen wie er seine Ernährung ändern kann um den Blähungszustand im Bauch zu verbessern.Bei der zweiten Behandlung nach 3 Wochen konnte der Patient über eine erhebliche Erleichterung seiner Beschwerden berichten.In den nächsten Therapiesitzungen wurden die Thorakalen Blockaden sowie Spannungsfelder in den Muskelketten gelöst.Nach 4 Behandlugen war der Patient beschwerdefrei,jedoch kommt er in Abständen von 3 Monaten zur Kontrolle
Patientin,53 Jahre,Schulterbeschwerden rechte Seite,Blasenschwäche
Die Patientin hatte seit einem dreiviertel Jahr Schmerzen im re. Schultergelenk, sowie Sensibilitätsstörungen bis in die Finger in Rückenlage und besonders nachts.
Zwei Jahre zuvor wurde die Gebärmutter und die Gallenblase entfernt. Seit dieser Zeit hat sie an Gewicht zugenommen und sie fühlt sich ständig müde. Außerdem hat sie Probleme beim Wasser halten sowie beim Entleeren der Blase.Dies hat zur Folge , dass sie im letzten Jahr zwei mal eine Blasenentzündung hatte.
Osteopathische Untersuchung
Bei der Untersuchung stellte man eine stark fixierte Narbe im Unterbauch ,durch die Uterusoperation fest. Daraus folgte dass das Kreuzbein in den Beckenschaufeln verkeilt war und sich nicht mehr frei bewegen konnte. Durch die Gallenoperation war das Zwerchfell auf der rechten Seite in seiner Funktion eingeschränkt ( Rippen blockiert), was als Kompensation dazu führte dass die erste und zweite Rippe rechts in einer Einatemposition fixiert war. Dadurch kam es zu einer Kompression der Armnerven und der Arteriellen und Venösen Versorgung des Schultergelenks.
Therapie und Verlauf
In der ersten Sitzung wurde das umgebende Narbengewebe und das Kreuzbein von den Beckenschaufeln gelöst. Außerdem wurde die Blase mit ihren Bandstrukturen vom Schambein entspannt. Im Brustkorbbereich wurde das Zwerchfell auf der rechten Seite durch mobilisieren der Rippen in seiner Funktion verbessert. Nach drei Behandlungen war die Patientin von ihren Schulterbeschwerden befreit. Da die Vernarbungen im Unterbauch sehr stark waren, war es notwendig in größeren Abständen (6 Wochen) Behandlugen durchzuführen um die Blasenfunktion zu verbessern und gleichzeitig die Gefahr einer Harnwegsinfektion einzudämmen.